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Der Hecht Steckbrief

Der wissenschaftliche Name des Hechtes lautet “Esox lucius“ und ist der bekannteste sowie der größte Raubfisch in Deutschland. Da der Hecht in der freien Wildbahn ein Einzelgänger ist, bewohnt er je nach Gewässergegebenheiten und Alter unterschiedliche große Reviere.

Die Lebensraumveränderungen wie die Begradigung von Flüssen, Kanälen und das trübe Wasser der großen Flüsse, wie zum Beispiel von dem Rhein oder der Donau spielen eine große Rolle. Aber trotz der Lebensraumveränderungen ist der Hecht in fast ganz Europa und sogar in einigen Teilen in Westasien beheimatet. Hechte kommen außerdem in allen möglichen Gewässern vor, wie in Seen, Flüssen, Kanälen, Teichen und sogar im Brackwasser der Ostsee.

Da der Hecht ein Standfisch ist, hält er sich gerne in der Ufernähe auf und bevorzugt als Deckungsmöglichkeiten die Schiffsränder.

Die Merkmale

Dieser Raubfisch hat einen sehr lang gestreckten Körper – der seitlich ein wenig abgeflacht ist. Der Kopf des Hechtes hat einen Schnabel ähnliches oberständiges Maul, wie bei einer Ente. Die After- und die Rückenflossen sind nach hinten verlagert und ermöglichen so schnellartige Wendemanöver sowie auch schnelle Beschleunigungen, da die Körpermasse aus 60% Muskeln bestehen. Und diese besonderen Merkmale machen den Hecht zu einem blitzschnellen Räuber. Im Maul des Hechtes befinden sich kleine Zähne und große Hechtzähne.

Die Färbung eines Hechtes variiert immer nach dem Lebensraum, wo sich dieser aufhält. Meistens ist der Rücken bräunlich/grau und die Färbung wird bis zum Bauch immer heller. An den Seiten des Hechtes befindet sich ein schönes Tigerstreifenmuster und auch die Flossen sind mit einem schwarzen Muster überzogen. Manchmal haben die Flossen bei einigen Hechten einen leichten Rotstich. Die jungen Hechte sind olivgrün und werden sehr oft auch Grashechte genannt.

Der Durchschnitt der Größe der Hechte liegt circa bei 60-100 Zentimeter. Aber bei einer optimalen Lebensbedingung können die weiblichen Hechte auch Rogner genannt – bis zu 150 Zentimeter groß werden.

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Der Lebenszyklus

Der Hecht ist in etwa mit 2. bis 4. Jahren geschlechtsreif und die Laichzeit findet in den Monaten März bis Mai statt. Ein ausgewachsenes Weibchen legt in etwas 150.000 bis 900.000 Eier die 2 bis3 Millimeter groß sind. Grob überschlagen kann ein Rogner (weiblicher Hecht) pro Kilo seines Gewichtes 40.000 Eier bilden.

Die Larven schlüpfen nach 10-30 Tagen und bleiben so lange an den Wasserpflanzen haften, bis der Dottervorrat verbraucht ist. Erst dann begeben sich die kleinen Hechte ins Freiwasser und ernähren sich von Plankton und Kleinlebewesen. Mit 4-5 Wochen entwickeln sich die kleinen Hechte zu gefräßigen Jägern und fressen größere Beute und haben eine maximale Lebenserwartung von 30 Jahren.

Da Hechte Räuber sind, fressen sie alle von Fischarten und sogar ihre eigenen Artgenossen. Selbst kleine Säugetiere, Vögel und Frösche stehen auf ihrem Speiseplan.

Hecht als Speisefisch ist bei uns Menschen sehr beliebt – jedoch erschweren sie den Verzehr durch ihre spitzen Y-Gräten.